Gerade Innenraumverkleidungen vom Fußraum, den Türen, dem Dachhimmel und Kofferraum müssen sich Konturen anpassen, deren IST-Stand oft nicht hinreichend genau in den CAD-Datenständen vorhanden ist. Daher der Wunsch nach einer schnellen, einfachen und genauen Formerfassung für die Anpassung der eigenen Produkte.
Diesem Wunsch kommt das 3D-Laserscannersystem ModelMaker von der DESCAM 3D Technologies GmbH entgegen. Mit einem Laserstreifensensor werden selbst komplexeste Objekte schnell und genau berührungslos rundherum erfasst, nahezu unabhängig von Oberflächenbeschaffenheit, Farbe, Größe und Form. Besondere Herausstellungsmerkmale sind die einfache Bedienung des Systems, der handliche Sensor und die Echtzeitdarstellung der erfassten Flächen (geshadete Punktewolke) am Bildschirm. Die Daten stehen als Dreiecksmaschennetz, Punktewolke oder nach Flächenrückführung als CAD-Daten zur Weiterverarbeitung zur Verfügung.

ModelMaker auf einem 7-achsigen
Koordinatenmessarm in Aktion.
In der Industrie ist der 3D-Laserscanner ModelMaker von DESCAM 3D Technologies begeistert aufgenommen worden. Die Design-, Musterbau- und Qualitätssicherungs-Abteilungen namhafter Automobilhersteller, die ihn einsetzen, wollen ihn nicht mehr missen. Denn die Hand-habung des ModelMaker ist verblüffend einfach – das Arbeitsergebnis aber besticht durch höchste Präzision und bequeme Verarbeitung der Scandaten.
Außer Design-Modellen, Fahrzeug-Exterieur, Blech- und Kunststoffteilen, lassen sich natürlich mit dem kompakten und flexiblen Laserscanner ModelMaker auch alle möglichen 3D-Geometrien im Fahrzeug-Interieur erfassen, wie z. B. Tür-Innenverkleidungen, Lenkräder, Dachhimmel, oder Sitze. Gerade an schwierig zugänglichen Stellen kann das kompakte System seine Vorteile voll ausspielen, dabei spielen Form, Farbe, Material, Größe oder Oberflächenstruktur der Objekte nahezu keine Rolle.
Das System besteht aus einem Laserscanner und einem 7-achsigen Koordinaten-Messarm. ModelMaker bezieht seine Flexibilität vor allem aus der manuellen Bedienung und liefert durch berührungsloses Überstreichen der zu erfassen-den Flächen mit dem Lichtstreifen des Laser-scanners ein Bild des gescannten Objektes auf dem Bildschirm – und zwar on-line. Hinter diesem Bild verbirgt sich eine Punktewolke, die in der ModelMaker-Software trianguliert und so in ein Dreiecksmaschennetz gewandelt wird. Das optimierte Netz im STL-Format stellt die Basis für weitere Arbeitsschritte wie CNC-Fräsen zur Erzeugung von Reproduktionen, Flächenrück-führung (CAD-Modell) oder Qualitäts-Analyse (Soll-/Ist-Vergleich) dar.

Einmessen eines Fahrersitzes im Fahrzeug
über die SAE-Puppe.
Ein besonderes Plus des Laserscannersystems ModelMaker ist die Tatsache, dass es aus einer portablen 3D-Koodinaten-Messmaschine und dem berührungslos abtastenden Lasersensor besteht. Mit dem Koordinaten-Messarm messen wir uns in das Fahrzeugnetz ein und damit liegen alle Scandaten automatisch auch in dem gewünschten Fahrzeug-Koordinatensystem.
So werden z.B. am Fahrersitz Messmarken angebracht und im Fahrzeugnetz eingemessen. Danach wird der Sitz ausgebaut, so aufgespannt, dass er ringsherum zugänglich ist und dann erneut über die Marken eingemessen. Die Scandaten liegen dann exakt im Fahrzeugnetz vor.

Scannen des Fahrzeugsitzes
außerhalb des Fahrzeugs.
Auch große Objekte können dank des Messarmes leicht erfasst werden. Der Scanner wird mehrfach versetzt und trotzdem liegen alle Scandaten in einem definierten Koodinatensystem vor.
Eine verbreitete Anwendung ist die Erfassung ganzer Interieurs zum Benchmarking einschließ-lich detaillierter Analysen von Verstellfeldern und Raumangebot.

SOLL- / IST-Vergleich eines Fahrersitzes
zur Analyse der Faltenbildung.
Selbst feinste Strukturen, wie Nahtverläufe oder Faltenbildungen sind vollständig erfassbar und können gegen die CAD-Daten oder Masterteile analysiert werden.

Erfassung von Störflächen für
Verstellfeld-Analysen im Benchmarking.